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Unsere Tipps zum Teppichkauf

Manchmal finden sich zweifelhafte Angebote bei sog. "Gelegenheitsverkäufen".
Die häufigsten Probleme bereiten unrichtige Qualitätsangaben und unseriöse Verkaufspraktiken:

1. Die Knotenanzahl:
Manche Onlineanbieter übertreiben bewusst bei der Anzahl der Knoten pro qm.
Bei Gabbeh-Teppichen wird manchmal deutlich übertrieben, da werden z.B. 90.000 Knoten per qm angegeben, obwohl es oft nur 40.000 oder weniger sind! Wird bei verschiedenen handgeknüpften Teppichen mit der selben Bezeichnung immer die gleiche Knotenanzahl per qm angegeben, so kann dies ein Indiz dafür sein, dass der Verkäufer nicht wirklich nachgezählt hat.

Auch bei Versteigerungen und bei "unglaublichen" Sonderangeboten wird manchmal bei der Knotenanzahl stark übertrieben. Wird die Anzahl der Knoten als Verkaufsargument verwendet, dann lassen Sie sich diese auch schriftlich in einem Zertifikat bestätigen.

Bei uns erhalten Sie zu jedem Teppich, selbstverständlich und kostenlos, ein ausführliches Echtheitszertifikat.

2. Das Herstellungsland:
Auch falsche Herkunftsangaben sind zu finden. Da wird aus einer billigen, indischen Kopie, ein vermeintlich echter Täbriz aus Persien. Sollten die Angaben zum Ursprungsland nicht eindeutig oder verwirrend sein, dann fragen Sie nach ob der Teppich tatsächlich aus dem Iran (Persien) stammt.

Manche Anbieter versuchen die Kopie zum Original zu machen, ein "chinesischer Hereke" sei das Original und das Original aus der Türkei die billige Kopie. Selbstverständlich ist der türkische Hereke das Original.

Echte, hochwertige NEPAL-Teppiche mit Tibetermuster kommen natürlich aus dem Königreich Nepal und nicht aus Indien.

Bedenken Sie Täbriz, Sarough, Gabbeh, Ghom, etc. sind im Original persische Bezeichnungen. Persische Teppichnamen die mit schwer verständlichen Abkürzungen wie: "I., ind., Indo, ch., C.", etc., betitelt sind, sind oft keine Originale aus dem Iran (Persien), sondern Nachknüpfungen aus Indien oder China und sind somit keine echten Perserteppiche. Der angegebene Schnäppchenpreis für den vermeintlich echten "Perser" stellt sich möglicherweise als überteuert heraus. Daher sollte das eigentliche Ursprungsland genau und verständlich angegeben und korrekt ausgeschrieben sein, um Missverständnissen vorzubeugen.

3. Die Nomadenteppiche:
Im Süden Irans werden sog. Rizbaft, Gabbeh, Kashkulibaft, Loribaft und andere Nomadenteppiche z.B. von den Gaschgai-Nomaden hergestellt. In Indien werden diese Teppiche lediglich in einfacher und geringer Qualität nachgeknüpft. Es handelt sich dann um eine sog. Nachknüpfung (Plagiate). Die Wollqualität, die Verarbeitung und die verwendeten Farben sind beim Original aus dem Iran meist wesentlich besser und wertvoller. In Indien gibt es keine Gaschgai-Nomaden!

4. Bewertungsprofile bekannter Versteigerungsplattformen sind nicht sicher vor Manipulationen:
Sogenannte Bewertungsprofile oder Kundenrezessionen sind im Internet für viele Käufer eine Entscheidungshilfe beim ersteigern oder kaufen, auch von Teppichen. Auch die Verkäufer wissen längst, dass positive Einträge gut fürs Geschäft sind. Derzeit sind solche Bewertungsprofile schon mit geringen Programmierkenntnissen zu manipulieren. Ein kleines Computerprogramm macht's möglich und aus negativen Bewertungen werden plötzlich 1.000 positive Einträge. Suchen Sie mal bei einer Suchmaschine wie z.b. www.Google.de nach Beiträgen zu den Begriffen: - Bewertungsprofile Manipulation -, sie werden stauen.

5. Die Altersangabe:
Da werden Teppiche die erst wenige Jahre alt sind, als "Antik" oder "Alt" bezeichnet. Gut erhaltene alte oder antike Teppiche wären natürlich viel teurer als neue oder erst wenige Jahre alte Teppiche. Es ist z.B. kein Problem einen neuen China-Teppich so zu behandeln, dass er alt oder antik aussieht. Lassen Sie sich vor einem Kauf unbedingt das Alter des Teppichs schriftlich bestätigen. In unseren FAQ unter Pkt. 10 finden Sie unsere Alterseinteilung


6. Vorsicht beim Teppichkauf in der Türkei: Lesen Sie dazu den Beitrag der VKI nter diesem Link

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