Teppichlexikon
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ZAbadeh
Abadeh ist eine sehr kleine westiranische Oasenstadt. Diese Stadt liegt zwischen Isfahan und Schiraz. Der Abadeh-Teppich wird in der gleichnamigen Stadt und Umgebung geknüpft. Dieser Teppich wird hauptsächlich in drei Mustertypen gehandelt. Diese sind: Zil-i-Sulatan (Bouquets), Keibathlou (Ghashghai-Typ) und Moharamati (Streifendessin). Diese Teppiche werden in Isfahan, Shiraz und Teheran gehandelt. Typisch für den Abadeh-Teppich ist das oft vorkommende Ziegelrot.
Afschar
Afschar: Die Afshari sind ursprünglich ein türk. Stamm, deren Namen von einem ehemaligen Sheik abgleitet ist und bis Beginn des 17. Jh. im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris nomadisiert waren. Diese sind dann später vom Abbas Shah in Persien aufgenommen worden. Die Afshari leben als Viehzüchter, Halbnomaden oder als angesiedelte Bauern, deren Frauen die Teppiche knüpfen. Obwohl die Produktion stark rückläufig ist, ist der Warenanfall auf den Märkten von Kerman und Shiraz noch immer bedeutend.
Die Schwerpunkte der Teppichherstellung liegen in den Gebirgssiedlungen um Sirjan, Shahr Babak, Dahaj, Nagriz und Estahbanat am südlichen. Ausläufer des Zagrosgebirges zum Ostan Fars gehörend.
Aus Sirjan kommt das quantitativ bedeutendste Kontingent, die hauptsächlich in den Bauernhäusern entsteht.
Shahr Babak liefert eine sehr feine Ware mit figuralen Zeichnungen. Die Dahadj sind meist von einer ansprechenden Originalität. Die Neyriz-Teppiche werden in Shiraz gehandelt. Diese Teppiche zeigen vom Muster her bei vielen Stücken eine ethnologisch bedingte Verwandtschaft zu den Ghashghai. Dieser Stamm teilt sich mit den Afshari und den Arabi in das weite Gebiet südlich von Shiraz.
Typisch für den Afshari-Teppich sind der ausgesprochene subtile Farbsinn und ein großes Variationsreichtum. Im Fordergrund steht eine großzügige geometrische Feldeinteilung, ausgefüllt durch miniaturhafte, meist Boteh-Motive.
Afschar-Farsi-Madan
Afschar Farsi Madan - Sumack-Kelim:
Dieser südpersische Nomadenstamm lebt im Sommer in der Umgebung von Dehsajer Baft und in der kalten Jahreszeit in Hozeluk in der Nähe von Baghat. Die Frauen der Farsi Madan sind ausgezeichnete Knüpf- und Weberinnen. Ca. 200 Familien sind noch mit Ihren Zelten unterwegs. Die von uns importierten Sumack-Kelims dieses Stammes, zählen zu den aller feinsten Kelimarbeiten, die heute nur mehr in geringen Mengen hergestellt werden.
Der Sumack-Kelim ist eine sehr zeitaufwendige und haltbare Handarbeit in der Technik des umschlingenden Wickelns. Das mustergebende Garn wird auf der Sichtseite über vier Kettfäden geführt, dann zur Abbindung auf der Rückseite um zwei Kettfäden geschlungen, um dann wieder an der Oberfläche mustergebend weitergeführt zu werden. Ein wollener, solider Schussfaden gibt dem Gewebe zusätzlichen Halt. Auch Schuss und Kette sind, wie bei echten Nomadenteppichen üblich, aus reiner Schafwolle.
Bei normaler Beanspruchung hält dieser Kelim genau so lange wie ein guter geknüpfter Teppich. Wichtig ist auf glattem Boden eine rutschfeste Teppichunterlage.
Ein sicheres Indiz für die hohe Haltbarkeit ist auch, dass es doch noch sehr viele und auch sehr wertvolle antike (über 100 Jahre alte) Sumack-Kelims gibt. Angemerkt sei noch das Sumack-Kelims nichts mit den weit verbreiteten gewebten Kelims zu tun haben. Gewebte Kelims sind viel einfacher und in einem Bruchteil der Arbeitszeit herzustellen.
Afschar-Kamo
Nach dem Ghadimi, dem Afschar-Tabii ist der Afschar-Kamo das dritte Projekt das unser Unternehmen im Iran umgesetzt hat. Ziel dieser besonderen Kelim-Edition ist die Paarung von schlichtem Dessin und bestem Material zu einem unikalen, zeitgemässen und authentischen Nomadenkelim.
Als Vorlage dienen antike persische Dorf- und Nomadenkelims aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Hergestellt wurde wiederum in einem kleinen süd-ostpersischen Dorf, ganz in der Tradition persischer Volkskunst. Die Volksgruppe der Afschari, Nomaden und Halbnomaden, webt diesen Kelim ohne Zeitdruck und mit bester lokaler Schafwolle.
Es werden (im Gegensatz zu den Kelims aus Manufakturen) keine genauen Mustervorlagen verwendet, nur so wird jedes Stück eine echtes Unikat und zeigt die einzigartigen und lebendigen Abweichungen im Dessin. Der Kamo-Kelim ist wahrscheinlich die individuellste Kelim-Edition, die derzeit am europäischen Markt zu finden ist.
Diese Kelims der Nomaden sind nicht so gerade oder exakt gewebt wie die Klelims aus den großen Manufakturen, aber gerade dieser Umstand verleiht dem Nomadenkelim seine Indivdualität und Lebendigkeit. Die Webstühe sind immer noch alte Holzwebstühle, wie sie teilweise in Teppichmuseen zu finden sind.
Verwendet wird nur beste Hochlandschafwolle, welche sorgfältig mit Pflanzenfarben gefärbt ist. Den Einkauf dieser wertvollen Materialien erledigen wir ebenfalls selbst, nur so ist gleichbleibend hohe Qualität, zum bestmöglichen Preis machbar. Auch Schuss und Kette sind aus reiner Schafwolle. Die schlichten Nomadenmuster sind besonders zeitgemäß und verleihen dem heutigen Wohnambiente den letzten Schliff.
Afschar-Tabii
Nach dem Ghadimi ist der
Afschar-Tabii das zweite Projekt das Mesgarzadeh im Iran umgesetzt hat. Ziel ist bei diesem extrem strapazierfähigen Sumack-Kelim, die Wiederbelebung alter Nomadenkunst, in Verbindung mit überdurchschnittlich hoher Qualität und bestem Material.
Hergestellt wird in einem kleinen süd-ostpersischen Dorf, ganz in der Tradition persischer Volkskunst. Bauern und sesshafte Nomaden erzeugen diesen Kelim in Hausfleiss und daher ohne Zeitdruck.
Dabei verwenden wir ausschliesslich hochwertige, handversponnene Schafwolle und genau dieses edle Wollmaterial, macht den gravierenden Unterschied zu den üblichen Sumack- und Suzanikelims aus, welche immer aus Maschinenwolle hergestellt sind. Die handversponnene Schafwolle verleiht dem Afschar-Tabii seine einzigartige Schönheit und herausragende Qualität
Mehr Informationen über handgesponnenen Schafwolle finden Sie unter diesem Link
Der Sumack-Kelim ist eine sehr zeitaufwendige und haltbare Handarbeit in der Technik des umschlingenden Wickelns. Das mustergebende Garn wird auf der Sichtseite über 4 Kettfäden geführt, dann zur Abbindung auf der Rückseite um 2 Kettfäden geschlungen, um dann wieder an der Oberfläche mustergebend weitergeführt zu werden. Ein wollener, solider Schussfaden gibt dem Gewebe zusätzlichen Halt. Schuss und Kette sind, wie bei echten Nomadenteppichen üblich, aus reiner Schafwolle. Die Teppichdicke beträgt ca. 3-4 mm.
Bei unserem
Afschar-Tabii ist das Wollmaterial handgesponnen und mit Pflanzenfarben gefärbt. Den Einkauf dieser sehr wertvollen Materialien erledigen wir ebenfalls selbst, nur so ist gleichbleibend hohe Qualität, zum bestmöglichen Preis machbar.
Bei normaler Beanspruchung hält dieser ausgesprochen robuste Sumack-Kelim, genau so lange wie ein guter geknüpfter Teppich. Obwohl diese besonders guten Sumack-Kelims sehr steif und stabil sind, empfiehlt sich auf glattem Boden eine rutschfeste Teppichunterlage. Diese können Sie passgenau bei uns gleich mitbestellen.
Ein sicheres Indiz für die hohe Haltbarkeit ist auch, dass es doch noch sehr viele (und auch sehr wertvolle) antike (über 100 Jahre alte) Sumack-Kelims gibt. Angemerkt sei noch, dass Sumack-Kelims nichts mit den weit verbreiteten gewebten Kelims zu tun haben. Gewebte Kelims sind viel einfacher und in einem Bruchteil der Arbeitszeit herzustellen.
Afschar-Tabii-Hocker
Hochwertiger und langlebiger Hocker aus echten, südpersischen Kelims mit Naturfarben und handversponnener Schafwolle, die Oberseite besteht aus einem Afschar-Tabii-Sumack-Kelim, auch die 4 Seitenteile bestehen aus echten, handgemachten Dscha-dschim-Kelims, die Füllung ist aus leichtem und formstabilem Kunststoffmaterial, alle Teile von Hand vernäht.
Der Sumack-Kelim ist eine sehr zeitaufwendige und haltbare Handarbeit in der Technik des umschlingenden Wickelns. Das mustergebende Garn wird auf der Sichtseite über 4 Kettfäden geführt, dann zur Abbindung auf der Rückseite um 2 Kettfäden geschlungen, um dann wieder an der Oberfläche mustergebend weitergeführt zu werden. Ein wollener, solider Schussfaden gibt dem Gewebe zusätzlichen Halt.
Aliabad
Aliabad ist die feinste und beste Jalameh-Qualität. Jalameh ist ein kleines Dorf im westlichen Zentralpersien, in der Nähe von Essfahan. Der Jalameh-Teppiche wird hier von Gaschgai-Halbnomaden hergestellt. Diese Halbnomaden produzieren einen sehr feinen, hochwertigen und klaren Teppich. Somit kommt die Dessinierung voll und klar zur Entfaltung. Typische für den Aliabad ist seine Farbenfreudigkeit, ohen dabei aufdringlich zu wirken.
Als Farbkomposition werden oft königsblau, tiefrot und ein dezentes grün verwendet. Meist werden Quadrate oder Rauten als Grundmuster verwendet. Bei größeren Formaten wird oft ein Grundmuster mit drei vertikalen Hexagon-Medaillons angelegt.
Amalehbaft
Amalehbaft gehören zur Gruppe der Rizbaft Teppiche und sind eigentlich eine Weiterentwicklung der Gabbeh-Teppiche, jedoch mit einer sehr feinen und dichten Knüpfung. Amalehbaft benötigen daher eine 2- bis 3-mal längere Herstellungszeit, wie normal gute Gabbeh-Teppiche. Der mystische Musterschatz alter Nomadenvölker ist so arrangiert, dass eine fast moderne Bildwirkung entsteht.
Hergestellt werden diese Teppiche in Südpersien, in der Provinz Fars. Die meisten dieser Teppiche werden in der Umgebung von Shiraz von den Ghashgai-Nomaden geknüpft. Für den Flor wird bei unseren Amalehbafts nur hochwertige, handversponnene Schafwolle verwendet. Auch Schuss und Kette sind, wie bei echten Nomadenteppichen üblich, aus reiner Schafwolle.
Mehr Informationen über handgesponnenen Schafwolle finden Sie unter diesem Link Ardebil
Ardebil ist eine (antiker Name Atravat) Stadt in Azerbaidjan des Sawelan-Gebirges. Diese Stadt erreichte unter den Safaviden seine Glanzzeit im 16. und 17. Jahrhundert. Die Wolle ist mittellang im Flor und sie wird mittelfein bis fein geknüpft. Meist ist der Fond einheitlich. Ardebil ist ein durchaus guter bis sehr guter Gebrauchsteppich. Die heutigen Knüpfereien achten überaus auf genaue Musterung und exakte Knüpfung.
Bachtiar
Bachtiar: Der Name kommt aus der Zeit, als die Grundherren des Gebietes, in dem diese Teppiche geknüpft wurden, Bachtiaren waren. Der Bachtiar -Teppich wird heute von ansässigen Bauern in Hausfleiß hergestellt, obwohl vielfach angenommen wird, dass der Bachtiar ein Nomadenteppich ist.
Die Hauptproduktion des Bachtiar ist Shar-Kurd, was soviel wie Stadt der Kurden bedeutet. Weitere Unterprovinzen sind Saman (Zweischussware), Babaheidar (Einschussware), Chalshotor und Bibibaff (Zweischuss oder Mehrschussware).
In der nördlichen Gegend des eigentlichen Bachtiar -Knüpfgebietes wird der Bachtiar-Armanibaff hergestellt. Obwohl es zeigt, dass auch Armenier Gefallen an diesen Muster gefunden haben, sterben diese langsam aus, da ein großer Teil der Bevölkerung nach Russland, ihre ursprüngliche Heimat ausgewandert ist.
Der Garten ist das dominanteste Muster beim Bachtiar. Der Teppich ist in rechteckige, zum Teil auch schachbrettartige, quadratische, rauten oder auch andersförmige Felder aufgeteilt. Dies verleiht dem Teppich eine gewisse Strenge.
Neben dem Gartenmuster wird bei den höheren Bachtiar -Qualitäten großzügig ein Medaillon mit entsprechenden Eckzwickeln angelegt.
Für diesen Teppich werden Naturfarben bevorzugt, die trotz ihrer Intensität angenehm wirken und im Laufe der Zeit eine schöne Patina bekommen. Bestens geeignet sind die Farben Braun, die für die Konturenzeichnung verwendet wird, Rot, Flaschengrün, Gelb und Weiß als Aufheller, der den Teppich sympathisch macht.
Belutch
Der Begriff Belutch stammt von dem Stamm der Baluchen. Heute wird diese Gattung von anderen Stämmen geknüpft. Die bedeutendste Menge kommt aus Iran und Afghanistan. Dieser Teppiche wird im Hausfleiß und zum Teil auch von Halbnomaden und Nomaden produziert. Auch Schuss und Kette sind oft aus Schafwolle.
Die Unterscheidungen, musterlich und qualitativ sind aber ethologisch fast bei allem Stücken eruierbar. Im Großen und Ganzen betrachtet bleiben die Stämme ihren Muster und Farbgewohnheiten treu. Bei der Klassifizierung unterscheidet man im Fachhandel den Mashhad-Belutch vom leichteren und günstigeren Herat- oder Afghan-Beluch. In Mashhad wird der Mashhad-Belutch von sesshaft gewordenen Belutch-Stämmen geknüpft.
Diese Teppiche zeichnen sich durch ihre überaus feine bis sehr feine Knüpfung und eine gestochen exakte Zeichnung aus. Die aller feinsten und somit auch hochwertigsten Erzeugnisse kommen aus Turbat. Sehr originelle und weniger fein gearbeitete Belutch kommen aus Sistan, die zur persischen Südprovinz gehört.
Bergamo
Bergamo: Die sympathische, lebhafte Kleinstadt Bergama liegt landeinwärts an dem Flüsschen Bakir Cay, in Westanatolien in der Türkei. Im fruchtbaren Tal wird Landwirtschaft betrieben. Berühmt ist Bergama jedoch unter seinem antiken Namen Pergamon. Die Residenz und Festung des pergamenischen Reich, das 280 v. Chr. gegründet wurde, war in seiner Blütezeit eines der reichsten und mächtigsten Länder Kleinasiens.
Bidjar
Bidjar ist eine Provinz in nordwestlichen Iran, genannt Kermanshah. Die Mehrheit der Bevölkerung sind Kurden. Der Bidjar gehört zu den solidesten und hochwertigsten Orientteppichen.
Man unterscheidete früher im Handel oft zwischen Bidjars aus Bidjar (von Kurden geknüpft) und solchen aus Tekap (von Afsharen geknüpft). Die beiden Hauptproduktionsgebiete befinden sich in der Provinz Kermanshah.
Beiden Gruppen unterscheiden sich durch die Stärke des verwendeten Schussfades. Beim kurdischen Bidjar wird ein besonders dickes Schussgarn, welches extrem hart ist, angeschlagen. So entsteht ein brettharter Teppich. Der Afshari-Bidjar hat einen dünneren Schuss und ist dadurch weniger steif.
Heute unterscheidet man hauptsächlich zwischen 3. Qualitäten, dem sehr guten Sandjan, der beiden Top-Qualitäten Bukan und Tekap, wobei Bukan noch ein wenig höher in der Qualität ist.
Typisch für alle Bidjar-Gattungen ist das häufig anzutreffende Herati-Muster, auch Fischmuster genannt, mit und ohne Medaillon. Dieses kann von sehr klein bis über dominant sein. In der Regel wird hier ein warmes Rostrot als Grundfarbe verwendet. Darüber hinaus gibt es noch floral gemusterte Bidjar. Bei den Shah-Abbas-Mustern wird die Grundfarbe Blau bevorzugt. Vorsicht bei Billigtsangeboten, es gibt auch viele minderwertige Bidjars am Markt.
Bochara
Bochara ist eine Oasenstadt in Usbekistan (der ehemaligen Usbekischen SSR) an der berühmten Seidenstraße. Noch im 19. Jahrhundert war diese historisch wichtige Stadt das Handelszentrum Zentralasiens. Soweit bekannt ist, wurden in Bochara selbst keine Teppiche geknüpft, sie ist jedoch Namensgeber für ganze Gruppen von Orientteppichen. Diese Teppiche wurden von verschiedenen Turkmenenstämmen in Persien, Gordon, Gonbad-i-Kavus und in Afghanistan angefertigt und zählen zu den feinsten und beliebtesten zentralasiatischen Teppichen.
Dies erklärt auch wieso viele andere Länder, wie z.B. Pakistan, Balkan und die Türkei diesen Teppich kopieren. Korrekterweise sind aber die nachgestellten Kopien auch als solche zu bezeichnen, z.B. Pakistan-Bochara. Typisch für den Bochara ist die gleichmäßige Verteilung vieler kleinen Medaillons umrandet meist von einer schönen Bordüre.
Bordschalu
Der Bordschalu kommt aus West-Persien. Fachlich wird das Knüpfgebiet zu Hamadan zugeordnet, obwohl es zum Amtsbezirk von Arak gehört. Die Hauptproduktion befindet sich in dem Dorf Kombazan.
Typisch für den Bordschalu ist sein qualitativer voller, meist überdurchschnittlicher hoher Flor, und sein musterlich helles reiches florales Dessin. Oftmals bildet eine Vielpaß-Rosette das Medaillon, das auf einem Blumen und Blütenmeer steht. Schöne Vasenmuster kommen auch vor.
Derbent
Derbent gehört zur Sowjet-Republik Daghestan am Westufer des Kaspischen Meeres. Derbent war die Hauptstadt des alten Albaniens, als sie von Peter dem Großen 1977 eingenommen wurde. Zum Schutz der Stadt ließ er eine 150 km lange Mauer errichten, die als die Alexander-Mauer bekannt ist. Der Derbent Teppich gehört zu der Familie der Kaukasen. Die Musterung hat keinen eigenen Stil, da sie eine Mischung aus allen Teppichmustern des Daghestan ist. Oftmals wird im Mittelfeld ein großflächiges Sternmedaillon angelegt. Mit kleine Vögel, Hunde und Sternchen wird das Füllmotiv erarbeitet. Diese Teppiche werden von azerbaidjanischen und tatarischen Frauen in den Dörfern der Region Derbent hergestellt.
Djosan
Djosan ist eine Stadt in Westpersien. Sie liegt südöstlich von Hamadan und östlich von Malayer, hier wird ein dem Sarough sehr ähnlicher Teppich geknüpft. Die meisten Stücke dieser Teppichart werden von einer schlank geführten Raute beherrscht, die von floralen Motiven begleitet werden. Vorherrschend ist ein schönes abgetöntes, helleres Rot und Gold. Das Wollmaterial ist glänzend und die Knüpfung sehr satt. Hauptsächlich wird der Djosan in Hamadan und Teheran gehandelt und gehört zu den hochwertigen Persern.
Essfahan
Die weltberühmte Stadt Essfahan liegt in Südwest-Persien. Diese Stadt hat eine faszinierende Vergangenheit und gehörte im 17. Jahrhundert zu einer der reichsten und prächtigsten Städte der Welt. Shah Abbas ließ Madschid-i-Shah, die Königsmoschee errichten. Mit ihrer atemberaubenden Schönheit gilt sie bis heute als die schönste und prächtigste Moschee der Welt.
Heute werden in der traditionsreichen Kunstschule, Schüler auf die Malereien, Fayence-, und Mosaikmuster ihrer Vorfahren verwiesen. Diese sind bestrebt die komplizierte Verschlingungen und Überschichtungen zu entwirren um neue Variationen zu ausarbeiten. Durch die gut organisierten Manufakturen entstehen musterlich und knüpftechnisch prächtige Teppiche wie aus der Glanzzeit.
Essfahan zählt zu den kostbarsten Perserteppichen und erreichen eine Feinheit bis zu 1 Millionen Knoten per qm. Oftmals besteht der Essfahan aus kunstvollen Tier und Jagdszenen. Volutenkelche und elegant gezeichnete Verbindungsranken sind ebenfalls sehr beliebt. Die Bordüre wird meist von einer Anlehnung an Herat-Teppiche mit schlanken Lanzettblättern gesäumt.
Ferahan
Ferahan-Ziegler: Bei unseren Ferahans handelt es sich um sog. "Ziegler"-Teppiche neuer und sehr hochwertiger Art. Unsere Ziegler werden in Afghanistan von erfahrenen turkmenischen Knüpfern von Hand gemacht und sind qualitativ deutlich hochwertiger wie Stücke aus Pakistan oder Indien. Diese hochwertige afghanische Qualität ist immer schwieriger zu finden, da die allseits bekannten Probleme in Afghanistan den Handel und die Herstellung stark behindern.
Woher kommt der Name Ziegler: Im Jahre 1883 hat ein Schweizer namens Ziegler in Manchester, England eine englische Importfirma namens Ziegler & Co. gegründet und gleichzeitig eine Teppichmanufaktur in Sultanabad (heute Arak), Iran. Es wurden hochwertige, in schön abgestimmten Pastellfarben gehaltene durchgemusterte Teppiche in der Art des Mahal und Farahan hergestellt. Der Erfolg war riesig und Ziegler-Teppiche wurden zu einem internationalen Gütezeichen.
Gut erhaltene antike Ziegler Teppiche erzielen heute - vor allem in den USA - Rekordpreise. Seit einigen Jahren werden diese antiken Ziegler-Designs wieder in hochwertiger Qualität geknüpft. Leider finden sich zurzeit auch sehr viele minderwertige "Ziegler" auf dem Teppichmarkt, die nur unter der Prämisse den "billigsten" Preis anbieten zu können, erzeugt werden.
Bei diesem Ferahan-Ziegler handelt es sich um ein qualitativ ausgezeichnet verarbeitetes Stück, mit exzellenter Schafwolle von besonders hoher Haltbarkeit. Unsere Ferahan werden von afghanischen Turkmenen in besonders feiner und fester Qualität geknüpft. Die Knotung ist geschichtet, daher ist ein Höcker auf der Rückseite auch wirklich ein Knoten. Einfache Ziegler sind oft nicht geschichtet geknüpft, was dazu führt, dass erst 2 Höcker zusammen einen Knoten ergeben, daher also 2-mal gröber geknüpft sind. Die besten Zieglerteppiche werden aus handversponnener Wolle geknüpft, welche mit Pflanzenfarben gefärbt ist.
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Der Gabbeh ist ein wolliger und hochfloriger Nomaden-Teppich aus Südpersien, Provinz Fars. Die meisten dieser Teppiche werden in der Umgebung von Shiraz von den Ghashgai-Nomaden geknüpft. Der mystische Musterschatz alter Nomadenvölker ist so arrangiert, dass eine fast moderne Bildwirkung entsteht.
Ursprünglich wurde Gabbeh ausschließlich für den Eigenbedarf der Nomaden hergestellt. Wahrscheinlich wurde dieser hochflorige Teppich (ca.15-25 mm) als Schlafunterlage verwendet. Heute zählen sie zu den modernen persischen Teppichen. Gabbeh sind relativ grob und dick geknüpfte Teppiche, die eine großflächige Farbaufteilung haben. Durch den hohen natürlichen Gehalt an Lanolin (Wollfett) hat der Gabbeh einen angenehm sanften und natürlichen Glanz.
Die guten südpersischen Gabbeh werden meist aus handversponnener Wolle, die mit Naturfarben gefärbt ist, hergestellt. Da das Wollmaterial, dass auch im Grundgewebe verwendet wird, von ungewöhnlicher guter Qualität ist, besitzt dieser Teppich auch einen hohen Gebrauchswert.
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Die echten Gabbeh-Teppiche kommen ausschliesslich aus Südpersien und sind in Strapazierfähigkeit und Wollqualität deutlich besser, als die Plagiate aus Indien.
Nur bei den persischen Gabbeh-Amalehbaft-Kaschkulibaft-Loribaft-Rizbaft-Teppichen wird hochwertige handversponnene Schafwolle und auch Pflanzenfarbe verwendet, bei den indischen Kopien ist es billige Maschinenwolle und synthetische Farbe.
Unsere Qualitätseinteilung bei südpersischen Gabbeh-Teppichen lautet:
HIGH QUALITY = gute Standard Qualität
BEST QUALITY = sehr gute Woll-Qualität und dichte Knüpfung
SUPREME QUALITY = außergewöhnlich gute Verarbeitung und Wollqualität, für einen Gabbeh fein und sehr dicht geknüpft. Wird von manchen Firmen auch schon als Amaleh oder Amalehbaft bezeichnet.
Gabbeh-Sumack
Der Gabbeh-Sumack Kelim ist ein Nomaden-Teppich aus Südpersien, Provinz Fars. Die meisten dieser Teppiche werden in der Umgebung von Schiraz von den Ghashgai-Nomaden hergestellt. Ursprünglich wurde Gabbeh ausschließlich für den Eigenbedarf der Nomaden hergestellt. Sehr selten sind Gabbeh-Kelims in der sehr robusten und zeitaufwendigen Sumack-Technik zu finden.
Garadje
Garadje liegt in der Provinz Azerbeidjan. Hier wird in ein kleines Dorf bei Ahar, der zum Knüpfgebiet von Heriz gehört, der Garadje hergestellt. Dieses Dorf ist kommerziell gut organisiert und produziert in eigenen Stil. Die Qualität ist sehr gebrauchsfähig und von guter Wolle. Typisch für diesen Teppich ist der einheitliche Mustertyp. Das Muster besteht aus einem zentralen Hexagon mit zwei aufrechten dazu angeordneten Rechtecken oder Quadrate auf rotem Grund. Das restliche freie Feld ist mit stilisierten Blüten und Blätter gefüllt. Blatt- und Blütenmotive formen in dunklem Blau gehaltene Borte.
Gaschgai
Gaschgai sind Nomaden aus Süd-Iran aus dem Schirazgebiet. Sie zählen zu den Turkvölkern, weil sie wahrscheinlich im 13. und 14 Jahrhundert aus dem Kaukasus zugewandert sind. Ihre Sprache ist ein türkischer Dialekt. Sie gelten als die reichsten persischen Nomaden.
Die etwa 20-köpfigen Großfamilien ziehen im Oktober vom Norden nach Westen und im April wieder zurück nach Norden. Wegen des Transports, des Auf- und Abbauens sind die horizontalen Knüpfstühle in der Breite begrenzt. Ausnahme sind die sesshaften Gaschgais, die größere Teppiche knüpfen. Das Färben und Knüpfen besorgen die Frauen. Kaschkuli meist extrem feine Stücke und stammen vom einem Nebenstamm, der nordwestlich von Schiraz nomadisiert und auch zum Teil sesshaft geworden ist.
Der Gaschgai zählt zu den feineren, wertvolleren Nomadenteppichen. Typisch für den Gaschgai die exakte Arbeit und ein reiches Muster. Die Muster sind oft vertikal angeordnet und basieren auf drei Rauten als Grundmotiv. Die reizvollen Streumuster bestehen aus stilisieren Blüten, Zeigen, Blätter, Vögel und andere Tieren sowie geometrischen Kleinmotiven. Auch Schuss und Kette sind, wie bei echten Nomadenteppichen üblich, aus reiner Schafwolle.
Ghadimi
Der
Ghadimi ist der Höhepunkt der Eigenproduktionen aus dem Hause Mesgarzadeh. Fachleute und Kenner sind sich einig: Endlich ein Teppich, der zeitgemäß, aber nicht modisch, der langlebig, aber nicht antiquiert ist - Zeitgeist und Tradition in einem. Der Ghadimi ist ein besonders hochwertiger Teppich aus einem kleinen nordpersischen Bauerndorf namens Bachshayesch. Er wird nach antiken Heriz-, Serapi-, Bachshayesch-Mustern in Hausfleiß und ganz im Sinne persischer Volkskunst in hergestellt. Jeder Ghadimi ist ein Unikat und individuell gemustert. Geknüpft wird ohne genaue Vorlage. Um den hohen Qualitätsanspruch zu halten, können nur ca. 80 Stück pro Jahr hergestellt werden. Jedes Stück ist
signiert und numeriert.
Verwendet werden ausschließlich Materialien die vor der Erfindung der synthetischen Farbe und der Maschinenwolle üblich waren und auch von guten antiken Teppichen her bekannt sind. Nämlich
handgesponnene Schafwolle und Naturfarben. Geknüpft wird ohne den sonst bei fast allen Teppicharten üblichen Metallhaken, die Wollfäden werden nur von Hand besonders fest geknotet. Die Herstellungszeit ist mit ca. 3 Monaten per qm, etwa genau so lange, wie z.B. bei einem feineren Essfahan. Die Schafwolle ist die Beste die es in Persien gibt und ist auch bekannt vom Bidjar-Teppich. Beim Bidjar aber maschinell versponnen und beim Ghadimi eben handversponnen. Materialeinsatz ca. 9 Kg/qm. (vor dem scheren), ca. doppelt bis 3-mal so viel, wie bei anderen Teppichen.
Mehr Informationen über handgesponnenen Schafwolle finden Sie unter diesem Link
Vorteile der besonders zeitaufwendigen Knüpftechnik und der besonderen Schafwollqualität:
Die Knüpfung ist deutlich fester und dichter
Der Teppich ist haltbarer und schmutzunempfindlicher
Die Oberflächenoptik ist viel schöner und bleibt dauerhaft so
Ghadimi-Novum
Der
Ghadimi-Novum ist ein besonders hochwertiger Teppich aus einem kleinen nordpersischen Bauerndorf namens Bachshayesch. Geknüpft wird ohne genaue Vorlage. Um den hohen Qualitätsanspruch zu halten, können nur ca. 80 Stück pro Jahr hergestellt werden. Jedes Stück ist
signiert und numeriert.
Verwendet werden ausschließlich Materialien die vor der Erfindung der synthetischen Farbe und der Maschinenwolle üblich waren und auch von guten antiken Teppichen her bekannt sind. Nämlich
handgesponnene Schafwolle und Naturfarben. Geknüpft wird ohne den sonst bei fast allen Teppicharten üblichen Metallhaken, die Wollfäden werden nur von Hand besonders fest geknotet. Die Herstellungszeit ist mit ca. 3 Monaten per qm, etwa genau so lange, wie z.B. bei einem feineren Essfahan. Die Schafwolle ist die Beste die es in Persien gibt und ist auch bekannt vom Bidjar-Teppich. Beim Bidjar aber maschinell versponnen und beim Ghadimi eben handversponnen. Materialeinsatz ca. 9 Kg/qm. (vor dem scheren), ca. doppelt bis 3-mal so viel, wie bei anderen Teppichen.
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Vorteile der besonders zeitaufwendigen Knüpftechnik und der besonderen Schafwollqualität:
Die Knüpfung ist deutlich fester und dichter
Der Teppich ist haltbarer und schmutzunempfindlicher
Die Oberflächenoptik ist viel schöner und bleibt dauerhaft so
Ghendje
Bei Ghendje existiert kein Einheitlicher Typ, weil es vielmehr Zwischentypen von Kasak und Karabagh gibt. ‘Met-Haneh’ ist die einzige Ausnahme, weil es ein fast quadratischer Teppich mit unifarbenem Mittelfeld ist. Somit zählt es auch zu den hochwertigern Kaukasen. Darüber hinaus sind die Qualitäts- und Wertunterschiede erheblich groß.
Typisch für den Ghendje sind die Längsstreifen und vor allem die Diagonalstreifen. Diese sind in verschieden Farben mit kleinteiligen Bothe oder Blüten gefüllt. Die Farben sind teilweise sehr leuchtend, bei alten Teppichen oft pastellartig mit schönen Farbkompositionen und weichen Übergängen. In den meisten Fällen wird Naturwolle verwendet.
Ghom
Ghom liegt im nordwestlichen Zentraliran und ist die zweitwichtigste Pilgerstadt nach Maschad. 1220 verwüsteten Mongolen diese Stadt und 500 Jahre später wurde Ghom von den Afghanen eingenommen. Somit begann die Teppichknüpfkunst erst in den 30 er Jahren des letzten Jahrhunderts. Da dieser Teppich nicht auf eigene Mustertradition aufbauen konnte, griff man auf bewährte Muster aus anderen Knüpfgebieten zurück. Langsam bekam der Ghom aber seinen eigenen Charakter.
Ghom wird aus feiner Wolle und oft mit oder aus Seide angefertigt. Meistens wird ein hellgrundiger Fond bevorzugt. Ein elfenbeinfarbiger Grund und häufiger Gebrauch von Hellgrün sind ebenfalls zu finden, obwohl der Gebrauch von Hellgrün bei Perserteppichen sehr selten ist. Neben den Dessins aus anderen Gegenden, nehmen persische Künstler auch alte Muster und bauen Ihre Ideen mit ein. So entstehen einmalig schöne und oft hochfeine Ghom-Teppiche.
Goltuk
Goltuk: In der Umgebung von Zandjan in Nordwest-Iran wird von sesshaften Kurden ein qualitativ ähnlicher Teppich wie dem Bidjar in Zaronim (ca. 150 x 100 cm) und Dozarformaten (ca. 200 x 130 cm) geknüpft.
Durch das besondere Grundgewebe entsteht ein harter und fester Griff. Der Goltuk wird meist in dunklen Farben gehalten. Ein schlank geführtes Hexagon beherrscht meist das Innenfeld. Die Füllmotive sind Blüten, Blätter und Tiere.
Hamedan
Hamadan liegt inmitten eines wohlbewässerten Obstanbaugebietes am Ufer des Qareh zu Füßen des Zagros-Vorgebirges in Nordwesten Iran. Schon seit uralter Zeit werden in dieser Stadt Teppiche geknüpft. Hamedan ist ein Sammelname und es kommen Teppiche aus vielen nachstehenden Orten auf den Markt.
Diese haben noch zum Teil ihre Eigenständigkeit bewahrt und ihren Namen unabhängig oder in Verbindung mit Hamedan behandelt. Diese sind: Assad-Abad, Begardeh, Bibikabad, Bortschalu, Borudjerd, Darjazin, Endjilas, Godardjin, Hosseinabad, Kabudar-Ahang, Khamseh, Kangaver, Karagös, Lilian, Malayer, Maslaghan, Mehrbahn, Noberan, Saveh, Tafresh, Tuserkan, Zagheh, Zandjab und Zanjan. Sehr gefragt sind in der heutigen Zeit semiantike und antike Hamadan-Teppiche, die man in privaten Sammlungen findet. In privaten Knüpfereien wird Marktware in den verschiedenste Formaten hergestellt, die beiläufig auch als Sharabaff bezeichnet werden.
Hatschlu
Turkmenischer Zeltteppich, welcher als eine Art Vorhang in der Jurte (=Nomadenzelt) verwendet wurde. Typisch ist das in 4-Felder, kreuzförmig aufgeteilte Mittelfeld. Wird auch Engsi genannt.
Heriz
Heriz: Eine Stadt in Nordwest-Iran in der Provinz Azerbaidjan. Heriz ist ein Sammelname für das gesamte Knüpfgebiet, vor allem rund um die Stadt Heriz, unter anderem für folgende Ortschaften: Ahar, Bakhshayes, Goravan und Heriz. In Musterung und Knüpfung haben alle diese Teppiche die gleichen Merkmale. Kette und Schuss sind aus dicker Baumwolle und der Florfaden aus zweifadiger und sehr robuster Schafwolle. Die meisten Provinzen produzieren die Teppiche mit Medaillon.
Heriz-Teppiche sind wegen ihrer sehr guten Strapazierfähigkeit, klassischen Musterung und meist relativ günstigen Preisen (mit Ausnahme der alten und antiken Stücke, diese erzielen immer höhere Preise) sehr beliebt am Markt. Typischen für den Heriz sind die glänzende Wolle und die strahlenden Farben, die ein fantastisches Kolorit ergeben. Berühmt ist der Teppich für sein schönes geometrisches Design.
Hossenabad
Hossenabad: Eine Stadt in Nordwest-Iran. Der Hossenabad wird in der Gegend von Tuserkan geknüpft und nicht, wie fast alle anderen Perser-Teppiche, im gleichnamigen Ort. Dieser Teppich gehört zur Familie der Hamaden-Teppiche. Wegen seinem guten, haltbaren Material und seinem relativ günstigen Preis ist die Nachfrage bei Hossenabad in Hamedan sehr groß.
Das Muster ist dem Herati-Muster ähnlich. Oftmals erscheint ein Rautenförmiges Medaillon auf, dass das durchlaufende Dessin unterbricht. Dieses Medaillon wird jedoch durch entsprechende Eckzwickel bildlich ausgeglichen. Ein tiefes Rot wird fast immer als Grundfarbe des Feldes verwendet.
Jalameh
Jalameh ist ein kleines Dorf im westlichen Zentralpersien, in der nähe von Essfahan. Der Jalameh-Teppiche wird hier von Ghashgai-Halbnomaden hergestellt. Diese Halbnomaden produzieren einen feinen und klaren Teppich. Somit kommt die Dessinierung voll und klar zur Entfaltung. Typische für den Jalameh ist seine Farbenfreudigkeit.
Als Farbkomposition werden oft königsblau, tiefrot und ein dezentes grün verwendet. Meist werden Quadrate oder Rauten als Grundmuster verwendet. Bei größeren Formaten wird oft ein Grundmuster mit drei vertikalen Hexagon-Medaillons angelegt. Auch Schuss und Kette sind, wie bei echten Nomadenteppichen üblich, aus reiner Schafwolle.
Kaschkuli
Kaschkuli: Ein Unterstamm der Gashgai, sind die Kaschkuli. Auch sie zählen zu den Turkvölkern und sprechen einen türkischen Dialekt. Die Teppiche werden bei den Kaschkuli auf einem liegenden Knüpfstuhl mit türkischen Knoten angefertigt. Die fein geknüpften Nomadenteppiche dieses Stammes gehörten immer schon zu den hochwertigsten Perser-Teppichen.
Für den Kaschkuli wird nur die beste Bergschafwolle (selten teure Korkwolle) ausgewählt, die vorwiegend mit Pflanzenfarben eingefärbt wird. Bei den Kaschkuli-Teppichen überwiegen die Kompositionen aus roten und goldfarbigen Tönen. Kleinornamentig, ohne einengende Feldecken und oft von ergreifender Naivität, ist jeder Kaschkuli-Teppich ein Botschafter der unverfälschten Nomadenkultur.
Kaschmar
Die Stadt Kaschmar liegt in Ost-Persien in der Provinz Chorassan und ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks. Im 12. bis 14. Jahrhundert war Kaschmar eine reiche und bedeutende Stadt, die unter den Namen Turschis bekannt war. Als die Mongolen Turschis plünderten, erholte sich diese Stadt nicht wieder.
Shah Reza Pahlavi förderte später Turschis und benannte sie zu Kaschmar um. Typisch für den Kaschmar-Teppich ist die straff gezeichnete, schlank geführte Raute, welche die zweifarbige Innenfläche kontrastreich voneinander trennt. Umrahmt wird alles von einer sehr ausgeprägten Hauptbordüre. Die Wolle ist gut bis sehr gut und die Schnur ist mittelhoch.
Kashkulibaft
Kaschkulibaft gehören zur Gruppe der Rizbaft Teppiche und sind eigentlich die Highend-Variante der Gabbeh-Teppiche mit extrem feiner und dichter Knüpfung. Kaschkulibafts benötigen daher eine 5- bis 6-mal längere Herstellungszeit, wie normal gute Gabbeh-Teppiche. Der mystische Musterschatz alter Nomadenvölker ist so arrangiert, dass eine fast moderne Bildwirkung entsteht.
Hergestellt werden diese Teppiche in Südpersien, im Gebiet um das Zagros-Gebirge, in der Provinz Fars. Die meisten dieser Teppiche werden in der Umgebung von Shiraz von den Ghashgai- und Lurinomaden geknüpft. Für den Flor wird bei unseren Kaschkulibafts nur hochwertige, handversponnene Schafwolle verwendet. Auch Schuss und Kette sind, wie bei echten Nomadenteppichen üblich, aus reiner Schafwolle.
Mehr Informationen über handgesponnenen Schafwolle finden Sie unter diesem Link Kazak
Das Dorf Kasak liegt politisch im Azerbaidjan, obwohl das hauptsächliche Knüpfgebiet sich im Norden des Sewansees befindet, dass zur Armenischen SSR gehörte. Zum Kazak-Gebiet werden noch Akstafa, Bordjalu, Fachralo, Idjewan, Karaklis, Karatchopf, Kasach, Lambalo, Lori Pambak und Schulaver gezählt.
Trotz der Verschiedenheiten bei den einzelnen Unterprovinzen weist der Kazak-Teppich eine einheitliche Charakteristik auf. Das Muster ist meist geometrisch und hat klare, tiefe Farben. Sehr gefragt sind die alte und antike Kazak.
Kelardasht
Kelardasht: Eine Stadt im Nordwest-Iran. Dort werden in mehreren Dörfern um den Hauptort Hassan-Kif in größeren Mengen Teppiche geknüpft, hauptsächlich Produktion in Kalino, Makolud und Rudborah. Die Knüpfstühle hängen an den Hausfassaden.
Die Teppiche haben ausgenommen von wenig Abweichungen ein einheitliches Muster. Das Hexagon ist meist der Mittelpunkt des Teppichs. Bei größeren Formaten sind es mehrere, die sich vertikal aneinander reihen. Meist grenzt eine weiße Kontur Innen- und Außenfeld voneinander ab. Das Innenfeld wird meist in ein Ziegelrot gehalten. Das äußere Feld ist mit geometrischen Motiven oder stilisierten Tieren gefüllt. Mit ganz vereinfachten floralen Motiven wird die Bordüre gebildet.
Keschan
Keschan ist eine Stadt im Herzen Persiens. Einige behaupten, Keschan sei im 8. Jahrhundert gegründet worden, andere behaupten, dass sie damals wieder erbaut worden sei. Nachdem die Mongolen 1224 die Stadt den Erdboden gleich gemacht hatten, erlebte Keschan eine neue Glanzzeit unter der Herrschaft der Safaviden im 16./17. Jahrhundert. In dieser Zeit fing die für das Teppich-Gebiet wichtige Gründung der Manufakturen statt. Motive von berühmt gewordenen Künstlern traten bald auch in Teppichen von Keschan auf. Ebenfalls war inzwischen die Stadt durch seine Kunstvolle Sammet-Erzeugung bekannt geworden.
Überdies hinaus war Keschan bekannt für sein fleißiges, friedliches und geschäftstüchtiges Volk. In dieser Epoche entstanden Teppiche, die heute noch in großen Museen wie in Wien, London, New York und andere Großstädten zu besichtigen sind. Trotz der stark zurück gegangenen Produktion der Teppiche gehört Keschan noch immer zu den allerbesten Orientteppichen der Welt. Alte und antike Keschans zählen zu den begehrtesten Sammlerstücken, unter den Orientteppichen überhaupt.
Kirman
Kirman ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Süd-Iran. Im 19. Jahrhundert ist die Teppichproduktion durch Kriegsereignisse stark zurückgegangen. Bekannt wurde der Kirman-Teppich im Jahre 1968 in der Ausstellung von Paris, wo prächtige Exemplare ausgestellt wurden. Kirman ist die einzige größere Stadt in Persien, wo die Mehrzahl der Bevölkerung von der Teppichproduktion lebt. Somit zählt Kirman seit der vorigen Jahrhundertwende wieder zu den bedeutendsten Knüpfgebieten in Persien.
Auch in der Umgebung dieser Stadt werden in ca. 30 Dörfern Teppiche geknüpft. Das bekannteste Dorf ist Ravar. Einzelne Kaufleute stellen dort den Knüpfern Wolle zu Verfügung und lassen sich Teppiche nach eigenem Muster anfertigen. Der alte und der gute neue Kirman zeichnen sich durch ihr feines Flormaterial und ihre reiche florale Musterung aus. In der Regel werden Kirman-Teppiche mit Medaillon-Muster hergestellt.
Kolyai
Das Gebiet Kolyai liegt im West-Persien und gehört zur Provinz Kermanshah. Dort werden von Kurden die Kolyai-Teppiche geknüpft. Das bekannteste Muster ist das Takhte djamchid Dessin, was soviel wie Königs-Thron heißt. Dieses Dessin ist dem Kazak musterlich sehr ähnlich.
Der Kolyai ist sehr fest und der hohe Flor ist von guter Bergschafwolle, die große Haltbarkeit garantiert und für gute Qualität spricht. Hauptsächlich wird Kolyai in Kermanshah, Kangavar, Hamadan und Teheran gehandelt.
Kurdi
Kurdi: Der Kurdenteppich oder Kelim hat keine einheitliche Art oder Qualität, da die Kurden zu stark in den Orient verstreut sind. Wenn man bedenkt, dass der feine Senneh ebenso von Kurden stamm, wie mancher ost- oder westanatolische grobe Yürük, so ist das Spektrum sowohl musterlich als auch qualitativ außerordentlich groß bei Kurdenteppiche. Man kann sie nur nach den einzelnen Provenienzen klassifizieren.
Großteils stellt der kurdische Teppich einen rustikalen, kräftigen Wollteppich von mittlerem oder längerem dichtem Flor (nicht bei Kelims, diese sind ja ohne Flor) und großer Strapazierfähigkeit dar. Dominant sind oft dunkel Farbtöne. Die Musterung wird mit starken kraftvollen geometrischen Zeichnungen wie z.B. beim Bidjar oder vereinfachte florale Muster gehalten. In Persien zählen zu den bekanntesten kurdischen Teppichen Goltuk, Bidjar, Kolyai, Senneh und Gotschan. Aus der Türkei kommen Kurdenteppiche hauptsächlich aus Dogubayazi, Malatya, Kars und Maltaya. Auch äusserst orginelle Kelims werden von den Kurden hergestellt.
Lilian
Lilian: Ein Dorf im westlichen Persien, ca. 80 km südöstlich von Arak. Die dort ansässigen armenischen bzw. kurdischen Knüpfer, stellen Teppiche in glanzreicher und weicher Wolle her. Die Musterung sind oft weitausladende florale Palmetten, die in Fächern oder Sträußen enden.
Ein Teppich der nicht nur sehr dekorativ, sonder dank gutem Wollmaterial auch sehr strapazierfähig ist. Geknüpft wird im persischen Knoten, Schuss und Kette sind aus Baumwolle. Hergestellt werden fast alle Formate.
Loribaft
Loribaft gehören zur Gruppe der Rizbaft Teppiche und sind eigentlich die Highend-Variante der Gabbeh-Teppiche mit extrem feiner und dichter Knüpfung. Loribafts benötigen daher eine 5- bis 6-mal längere Herstellungszeit, wie normal gute Gabbeh-Teppiche. Die Musterung ist typisch für südpersische Nomaden und etwas traditioneller, wie die der Loribaft-Teppiche.
Hergestellt werden diese Teppiche in Südpersien, in der Provinz Fars. Die meisten dieser Teppiche werden in der Umgebung von Shiraz von den Ghashgai-Nomaden geknüpft. Für den Flor wird bei unseren Loribafts nur hochwertige, handversponnene Schafwolle verwendet. Auch Schuss und Kette sind, wie bei echten Nomadenteppichen üblich, aus reiner Schafwolle.
Mehr Informationen über handgesponnenen Schafwolle finden Sie unter diesem Link Mesched
Mesched ist die Hauptstadt des iranischen Bundesstaates Razavi-Chorasan und ist die zweitgrößte Stadt in Persien. Diese Stadt wurde um das Jahr 823 gegründet und man nannte sie früher Sanabad. Wirtschaftlich leben die Menschen in dieser Stadt von den Einnahmen der Pilgerfahrtreisen, der Teppichherstellung und der Landwirtschaft.
Der Mesched-Teppich gehört zu den Hauptprovenienzen der persischen Orientteppich-Produktion. Noch vor dem zweiten Weltkrieg wurde der Orientteppich-Markt von dem Engländer maßgeblich beherrscht. Die Stadt hatte einen vollkommenen eigenen Teppichstil entwickelt und strahlte fachlich gesehen weit bis in die westlichen Bezirke hinaus.
Typisch für den Mesched sind die sehr fein und minutiös gegliederte Kompositionen im Muster. Die tiefrote Grundfarbe zieht leicht gegen eine Violetttönung. Für den Knoten wird entweder der persische oder türkische Knoten verwendet.
Meschkin
Meschkin Shahr ist eine der ältesten Städte in Persien. Sie liegt ca. 900 km von der Hauptstadt Teheran entfernt, im Nordwesten des Landes in der Provinz Azerbaidjan. Der Meschkin-Teppich hat keinen eigenen Dessinstil. Sie bedient sich meist der benachbarten kaukasischen Muster.
Mey-Mey
Der Mey-Mey gehört zur Trilogie der Dschoschogan-Teppiche und stellt eine feine Variante dieser Teppichgruppe dar. Dschoschogan ist eine Stadt in Zentral Persien. Während der Safawidenzeit wurden für die Hofmanufakturen hier Teppiche geknüpft, die zu den besten gehörten, die je produziert wurden. Ihre Muster haben Ähnlichkeit mit dem Heratiteppichen und den Vasenteppichen. Typisch für diese Teppiche ist die Doppelte Kette. Dschoschogan wird in drei Qualitätskategorien eingeteilt: Dschoschogan, Mey-Mey und Mortschekort.
Dschoschogan: Basisqualität
Mey-Mey: feine Qualität
Mortschekort: extra feine Qualität.
Daher unterscheidet man diese drei Teppiche durch Ihre Feinheit. Typisch für diese Teppiche sind ein meist rostrot, dunkel- oder hellblau oder auch creme gehaltenes Grund, die von stilisierten Blumen und Blüten eingestreut sind. Im Innenfeld tritt meist eine Raute auf. Dies gibt dem Teppich einen angenehm strengen, dezidierten und trotz des Blütenmeers ein unverschnörkelten Anblick.
Mortschekord
Der Mortschekord gehört zur Trilogie der Dschoschogan-Teppiche und stellt die Topqualität dieser Teppichgruppe dar. Dschoschogan ist eine Stadt in Zentral Persien. Während der Safawidenzeit wurden für die Hofmanufakturen hier Teppiche geknüpft, die zu den besten gehörten, die je produziert wurden. Ihre Muster haben Ähnlichkeit mit dem Heratiteppichen und den Vasenteppichen. Typisch für diese Teppiche ist die Doppelte Kette. Dschoschogan wird in drei Qualitätskategorien eingeteilt: Dschoschogan, Mey-Mey und Mortschekord.
Dschoschogan: Basisqualität
Mey-Mey: feine Qualität
Mortschekord: extra feine Qualität.
Daher unterscheidet man diese drei Teppiche durch Ihre Feinheit. Typisch für diese Teppiche sind ein meist rostrot, dunkel- oder hellblau oder auch creme gehaltenes Grund, die von stilisierten Blumen und Blüten eingestreut sind. Im Innenfeld tritt meist eine Raute auf. Dies gibt dem Teppich einen angenehm strengen, dezidierten und trotz des Blütenmeers ein unverschnörkelten Anblick.
Mud
Mud: Im Knüpfgebiet von Birdjand in Ost-Persien werden feine Mud-Teppiche produziert. Es sind die hochwertigsten Arbeiten dieses bedeutenden Knüpfgebiets. Wegen der sehr engen Einstellung werden hier außergewöhnliche subtile Musterung anfertigt. Als Primärornament wird oft ein hochdekoratives, sternförmiges Medaillon verwendet. Jedoch kommen auch Allover-Muster vor, speziell im fein empfundenen Mahi-Muster.
Nahawand
Nahawand: Südlich von der Provinz Hamedan liegt in West-Persien die Stadt Nahawand. Nahawand ist eine der ältesten existierenden Städte des Iran. Die Nahawand-Teppiche, sind feste, eher hochflorige Teppiche. Diese haben gewisse Ähnlichkeit mit den Malayer, jedoch ist der Nahawand kleinrapportig gemustert. Der Schuss ist aus Baumwolle und es wird mit dem türkischen Knoten gearbeitet.
Nain
Nain: Die Stadt Nain liegt in Zentral Persien am Südrand der Salzwüste Kavir. Hier werden Teppiche in hervorragender Feinheit geknüpft. Es werden Nains bis zu einer Knüpfdichte von über 1 Millionen Knoten per qm anfertigt. Als Flormaterial wird meist beste, samtartige Korkwolle und immer Seide verwendet, damit eine exakte Musterung von Medaillons und Allover-Musterung ausgeführt werden kann.
Bekannt ist Nain für seine geübte weiß-blau Komposition. Obwohl Nain nicht auf eine so lange Knüpftradition aufbauen kann, hat es sich einen Platz unter den qualitätsbewussten Teppichherstellern in Persien gemacht. Speziell in Essfahan wird der Nain gehandelt.
Nimbaft
Der Nimbaft vereint zwei verschiedene Herstellungsarten in einem Teppich. Zum Teil sind diese Teppiche in Sumack-Kelimtechnik gearbeitet und zum anderen Teil fein geknüpft. Dadurch entstehen reliefartige, leicht erhöhte Partien.
Der Knüpfer muss daher zwei verschiedene und sehr anspruchsvolle Techniken perfekt beherrschen. Und es gibt nur noch wenige Knüpfer, die diese Teppichart herstellen können. Vor allem unter den Nomaden und Halbnomaden im Süden und Südosten Persiens, gibt es noch ein paar wenige Familien die Nimbaft-Teppiche im Hausfleiss erzeugen können.
Rudbar
Rudbar ist ein kleines Städtchen in Nordwest-Persien. Diese Stadt ist für seine Stickerereinen berühmt geworden. In Rudbar werden in relativ geringen Mengen Teppiche hergestellt. In dieser kleinen Stadt entstehen feine Knüpfarbeiten in Stil des Herat-Musters, sei es in Allover-Zeichnung oder das Hexagon beherrschende Feld-Muster, wo das übrige Feld mit Hearti-Motiven dekoriert ist. Großes handwerkliches können zeigt meist die helle florale Borte in Kunstvoller, filigranartiger Zeichnung.
Sandjan
Sandjan: Umschlossen von großen Teppichgebieten wie Hamedan, Bidjar, Kazvin und Mianeh liegt in West-Persien der Bezirk Sandjan. Hier wird der Sandjan Teppich im Hausfleiß von Bauern produziert. Für Kette und Schuss wird Baumwolle verwendet und für den Flor gute Wolle aus eigener Zucht.
Bei Sandjan konnte man keinen eigenen Stil entwickeln, da die Einflüsse von den Umliegenden Provinzen zu groß waren. Als das Gebiet in früherer Zeit noch kaum bereist wurde, sind die Teppiche nach dem Umschlagsplatz Hamedan benannt oder allgemein als Mossul bezeichnet worden. Deshalb richtet sich der Sandjan-Teppich großteils nach Hamedan. Es gibt jedoch auch welche, die dem kurdischen Kolyai sehr ähnlich sind.
Sarough
Sarough gehört zum west-iranischen Knüpfgebiet von Arak. Der Ursprung dieser wichtigen Provenienz lag im Dorf Sarough nördlich von der Stadt Arak (die 1808 unter dem Namen Sultanabad gegründet wurde und ihren heutigen Namen im Jahre 1930 erhielt). Saroughs sind bekannt für ihre außerordentlich gute Qualität und schöne Musterung.
Der Flor besteht aus gutem, haltbarem Wollmaterial und ist überdurchschnittlich hoch gehalten, also handelt es sich bei Sarough-Teppichen eher um schwere Teppiche. Vor allem die mehr als 50-jährigen und insbesondere die älteren Exemplare haben einen extrem hohen Kurs.
Bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein wurden hier wundervolle Teppiche und Brücken meist für den amerikanischen Markt geknüpft, die heute als antike Teppiche vereinzelt aus Amerika auf den europäischen Markt zurück kommen. Diese alten und antiken Sarough reimportiert aus den USA, werden oft auch als "amerikanische" Saroughs bezeichnet. Sehr dominant war bei fast allen Stücken aus dieser Zeit das klassische Doldenmotiv, welches gleichermaßen bei Teppiche und Brücken Verwendung fand.
Manche Saroughs haben ein "Mahi"-Muster kurz für "Mahi-To-Hos", was soviel bedeutet wie "Fische im Teich". Dieses Muster wird auch "Herati"-Muster genannt, weil es ca. im 16. Jahrhundert in Herat entstanden ist. Eine Rosette wird von einer Raute umschlossen, die von zwei gebogenen und gezackten Blättern umgeben ist, in versetzter Reihung durch weitere Rauten und Blüten verbunden. Der Name rührt daher, dass diese gebogenen Blüten stilisierten Fischen sehr ähneln.
Schahsawan
Die Schahsawan sind ein Stamm mit türk. Ursprung, die zum Teil angesiedelt und zum Teil als Halbnomaden das Gebiet nördlich von Khorramabad in Westpersien bevölkern. Die Schahsawan werden aus geographische Sicht in vier große Gruppen unterteilt: die Schahsawan von Moghan, von Hashtrud und Mianeh, von Khamseh und Bidjar sowie die Gazwin, Saveh und Veramin. Schahsawan hat seine eigenen speziellen großflächigen Muster. Dieses wird oft in Läuferformate verwendet. Dieser Stamm ist vorwiegend als Hersteller von Flachgewebe bekannt. Hervorzuheben ist die auffällige glanzreiche gute Wolle, die vorwiegend aus eigener Zucht stammt.
Schiraz
Der Schiraz-Teppich ist benannt nach der gleichnamigen Stadt Schiraz. Geknüpft wird dieser einfache, aber sehr charmante und gute Teppich von den Gaschgai in der Provinz Fars. Die Gaschgai sind Nomaden aus Süd-Iran aus dem Schirazgebiet. Sie zählen zu den Turkvölkern, weil sie wahrscheinlich im 13. und 14 Jahrhundert aus dem Kaukasus zugewandert sind. Ihre Sprache ist ein türkischer Dialekt. Sie gelten als die reichsten persischen Nomaden.
Die etwa 20-köpfigen Großfamilien ziehen im Oktober vom Norden nach Westen und im April wieder zurück nach Norden. Wegen des Transports, des Auf- und Abbauens sind die horizontalen Knüpfstühle in der Breite begrenzt. Ausnahme sind die sesshaften Gaschgais, die größere Teppiche knüpfen. Das Färben und Knüpfen besorgen die Frauen.
Der Schiraz zählt zu den einfacheren Nomadenteppichen. Typisch für den Schiraz ist ein reiches Muster. Die Muster sind oft vertikal angeordnet und basieren auf drei Rauten als Grundmotiv. Die reizvollen Streumuster bestehen aus stilisieren Blüten, Zeigen, Blätter, Vögel und andere Tieren sowie geometrischen Kleinmotiven. Auch Schuss und Kette sind, wie bei echten Nomadenteppichen üblich, aus reiner Schafwolle.
Serab
Serab: Umgeben von großen Teppichgebieten wie Täbriz, Ardebil und Ahar liegt in Nordwest-Persien der Bezirk und Hauptort Serab. Hier haben sich die Knüpfer auf Läufer spezialisiert. Die im türkischen Knoten gearbeiteten Serab sind durch einen satten Knoten, einen doppelten Schuss und einem fülligen Wollflor, ausgesprochene strapazierfähige Teppiche.
Eine Besonderheit ist auch die Verwendung von Kamelhaar bzw. kamelhaarfarbene Schafwolle als Fond für das Innenfeld und/oder die äußere Bordüre. Als Muster ist das Hexagon, der sich je nach Länge mehrmals wiederholt, dominant. Oft wird das Muster durch eine Raute unterberochen, die das Muster etwas degagierter erscheinen lässt. Ähnlich bei der Musterung sind Teppiche aus dem Hamadangebiet wie z.B. Kolyai und Songhor. Doch im Gegensatz zu den Serab-Teppichen sind diese meist einschüssig.
Sofreh
Es gibt verschieden Arten von Sofreh:
Den Ardi-Sofreh (Ardi bedeutet "Mehl") oder Brotteig-Sofreh, ein eher kleines Quadrat von ca. 1-2 qm. Es dient den Nomaden oder Dorfbewohnern als Brottuch. Es verhindert als Aufbewahrungsbehältnis auch das Austrocknen des Brotes. Ardi- Sofreh werden auch als "Nan-pazi Sofreh" (Nan = Brot, pazi= backen) bezeichtet.
Die etwas größeren Quadrate ab ca. 150 x 150 cm nennt mann Roukorsi oder Sofreh rukorsi, was soviele wie "Tuch über dem Ofen".
Die langen oder schmalen Sofreh dienten als Esstücher.
Tekke
Die Tekke sind einer der bedeutendsten Turkmenischen-Stämme. Als Nomaden lag ihr Siedlungsgebiet im russischen Gebiet nördlich vom Persien, bis sie sesshaft wurden und sich im Norden des Iran und in Afghanistan niedergelassen haben. Der Stamm der Tekke-Turkmenen wurde vor allem durch ihre künstlerisch interessanten und hochwertigen Knüpfarbeiten bekannt, von denen sogar Marco Polo berichtete. Sie seien die feinsten und schönsten der Welt.
Die Teppiche der Achal-Tekke sind besonders fein und kurzflorig und die Rückseite ist glatt. Die Merver-Tekke sind ebenfalls fein und kurzflorig, allerdings fester im Griff. Bei Merver-Tekke ist die Rückseite nicht immer ganz glatt. Im 20. Jahrhundert wurden die Achal und die Merver-Tekke immer mehr monochromer. Das heißt, statt 7-8 Farbtöne wurden nur noch 3-4 Farbtöne verwendet.
Durch die steigende Nachfrage nach diesen wertvollen Meisterstücken der Knüpfkunst wurden auch im 20. Jahrhundert in vielen Gebieten, in denen Tekke-Turkmenen neuen Lebensraum fanden, sei es im Iran oder Afghanistan, hochwertige Tekke-Turkmenen-Teppiche geknüpft. Die Tekke-Gattung wird im europäischen Fachhandel oft unter der Bezeichnung Bochara gehandelt. Sehr gefragt sind die alte und antike Tekke.
Täbriz
Täbriz: Viele behaupten, dass Täbriz die älteste aller Teppichzentren der Welt ist. Nach verheerenden Naturkatastrophen und Beherrschung durch verschiedene Großmächte verblieb die Stadt erst 1928 den Persern. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert bildet Täbriz, die Hauptstadt der Provinz Azerbaijan in Nordwestpersien, das Marktzentrum für Teppiche.
Hier werden Teppiche in verschiedensten Qualitäten bis zur feinsten Knüpfung hergestellt. Die Qualität dieser Teppiche ist meistens ausgezeichnet mit einer Basis (Kette) aus feinster Baumwolle, teuerer Korkwolle und manchmal auch aus wertvollster Seide. Typisch für den Täbriz ist das gefüllte Muster von dichten floralen Motiven, großen Palmetten, Vasen oder lebendig wirkenden Jagdszenen. Oft wird dieser Teppich von rostfarbenen und pastellen wirkenden Tönen beherrscht. Es gibt jedoch viele einzigartige Designs, die von hervorragenden persischen Künstlern entworfen werden.
Die Knotenanzahl pro qm spielt bei Täbriz eine große Rolle, jedoch ist die Feinheit bei weitem nicht alles. Bei gleicher Feinheit können zwei Täbriz-Teppiche sehr verschieden im Wert sein. Die Farbstellung und Musterung spielen dann die wichtigste Rolle bei der Wertfindung. Auch die Händler und Knüpfer im Iran wissen, dass Schönheit immer über Feinheit steht. Ein farb- und musterlich sehr gelungener bzw. harmonischer Täbriz-Teppich, erzielt deutlich höhere Preise und ist auch wertbeständiger.
Die Familie Mesgarzadeh, Inhaber von DerTeppich.com, stammt aus Täbriz und hat daher sehr enge Beziehungen zur Stadt Täbriz und zu den Knüpfern dieser einzigartigen Teppiche.
Wiss
Wiss: Das Städtchen Wiss liegt an der Straße von Arak nach Essfahan in West-Persien. Dort steht in fast jedem Haus ein Knüpfstuhl. Hier werden robuste Qualitätsteppiche hergestellt. Im Mittelfeld steht meist ein dominantes Hexagon als Medaillon, das vertikal von zwei exakt ausgeführten Hakenrauten begleitet ist.
Der Grund wird oft mit krapproten Pflanzenfarben, der von der Krappwurzel gewonnen wird, eingefärbt. Der Kontrast wirkt dank den Krapprot ein angenehmes helles Gold und ein sattes Königsblau. Das Bild wird von einer Rosetten/Palmetten-Borte geschlossen. Der Wiss-Teppich zählt mit seiner mittleren Feinheit zu den gehobenen Marktwaren.